 |
Was 2004 geschah
Dezember 2004
Exkursion des NABU Hockenheim in ein "Naturparadies"
(thh) Die Hockenheimer Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hatte wieder Mitglieder und Gäste zu einer Exkursion eingeladen. Ein Ausflug in das Naturschutzgebiet "Mechtersheimer Tongruben" was vorgesehen. 20 Interessierte, unter anderem auch aus Eppelheim, Sandhausen und Ketsch fuhren in Fahrgemeinschaften nach Mechtersheim, auf der Pfälzer Rheinseite südlich von Speyer. Alwin Schmitt von der Römerberger Agenda21-Gruppe "Natur und Grünbereich" führte die NABU-Gruppe an Altrheinarmen mit wunderschönen Kopfweiden (Foto) vorbei in das von Menschenhand geschaffene 30 Hektar große Naturparadies. Bis in die 50er Jahre wurde dort Ton für eine Ziegelei beziehungsweise für Backsteine abgebaut, danach bis 1980 Kies, berichtete Schmitt. Dann sei das wertvolle Gebiet wieder zugewachsen und musste frei gebaggert werden. Erst damit und mit der Forderung der Kreisverwaltung, dass eine Insel stehen bleiben müsse, wurde die Grube als Naturschutzgebiet in ihrem heutigen Erscheinungsbild gesichert.

Der sehr seltene Purpurreiher, andere Rote-Liste-Arten wie Blaukehlchen, Drosselrohrsänger, Zwergdommel und Rohrweihe wären hier innerhalb eines Jahres immer wieder anzutreffen. Eine Goldammer zeigte sich während eines Stopps in kurzer Entfernung zur NABU-Gruppe. Kanadagänse, Silberreiher und Silbermöwen waren nur drei von vielen Vogelarten, die entdeckt werden konnten. Unter den Amphibien, die sich schon zur Winterstarre in den Boden verkrochen, finden gesetzlich geschützte Arten wie die Wechselkröte, die Kreuzkröte und der Moorfrosch im Schutzgebiet besonders gut eine Bleibe.
 
Immer wieder zogen am Himmel sehr beeindruckend große Sippen der Wasservögel in den für diese Arten typischen V-Formationen. Die Wasservögel waren als Wintergäste unter den Idealbedingung - trockenes und kaltes Winterwetter - nur dankbar wenig in Bewegung. Die Kälte spielte bei so viel vogelkundlichen Extras scheinbar eine recht untergeordnete Rolle für die faszinierte NABU-Gruppe. Denn die Exkursion dauerte wohlwollend über ein paar Stunden an, bot viele Stopps, durch die mit Ferngläsern viele Hunderte Vögel am, im, um die Wasserflächen gut entdeckt und beobachtet werden konnten.






16. November 2004
Falken: Der NABU-Hockenheim im Gespräch mit Falkner Andreas Kolb
(thh) Fragen zur Falknerei beantwortete bei der Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland e. V. (NABU) Andreas Kolb. Der Falkner hat selbst langjährige Erfahrungen mit der Beizjagd und hinterfragt sein Interesse selbst durchaus recht kritisch. Langjährige Mitarbeit im Deutschen Bund für Vogelschutz e. V. (DBV) verbinden ihn selbst mit dem NABU Deutschland, mit dem sich der DBV vor Jahren zusammenschloss. Von eigenen Erfahrungen mit seinem Wanderfalken und Habicht berichtete Kolb auch anhand von Lichtbildern, und er erläuterte ausführlich und klar Beweggründe die für diese sehr naturnahe Art der J|agd sprechen. Der NABU-Ortsverband zeigte damit einmal mehr im Rahmen seines Programmes, Naturschutzbelangen ebenso sehr kritisch wie auch recht offen gegenüber zu stehen. So konnte jeder erfahren, dass zwischen einem Falkner und seinem Vogel durchaus ein für beide wertvolles Vertrauensverhältnis entstehen kann. Weiter legte Kolb plausibel dar, dass auch Falkner mit ihren Greifvögeln eine geordnete Rolle sogar im Naturschutz spielen können. Kolb bot zum Schluss der sehr informativen Veranstaltung gerne an, den ein oder anderen Interessierten dieser Gesprächsrunde bei "Ausflügen" seiner Vögel mitzunehmen und sich dadurch einmal direkt einen guten Einblick in die Falknerei zu verschaffen.
8. November 2004
Fledermäuse
Wer sich von Fledermäusen faszinieren lassen wollte, der konnte das am Montag, den 08.11. beim NABU-Walldorf. Auch der NABU-Hockenheim hatte hierzu eingeladen. Im Walldorfer Gasthaus Pfälzer Hof hielt Brigitte Heinz, Heidelberger Geschäftsführerin vom BUND und eben Fledermausexpertin, einen Dia-Vortrag mit allerlei kaum bekannten Fakten über das Leben der sonst so geheimnisvollen Flattertiere.
30. Oktober 2004
Ketscher Rheininsel
Am Samstag, 30. Oktober 2004, um 13.30 Uhr startete die Hockenheimer Gruppe des Naturschutzbundes mit weiteren Interessierten zu einer Wanderung. Man traf sich am Schotterparkplatz nordöstlich des Hockenheimer Feuerwehrgerätehauses in der Ernst-Wilhelm-Sachs-Str. 2. um von dort gemeinsam mit ihren Privatwagen zur Ketscher Rheininsel zu fahren.
Das Naturschutzgebiet Ketscher Rheininsel stellt mit 490 ha die größte als Naturschutzgebiet ausgewiesene zusammenhängende Fläche des Rhein-Neckar-Kreises dar. Die etwa 170 Jahre alte Insel entstand aus einer durchstochenen Rheinschleife. Die tiefer gelegenen Teile werden nach wie vor bei Hochwasser überflutet. In diesen Gebieten findet man Bäume der Weichholzaue wie Silber-, Korb- und Purpurweide vor. In den höher gelegenen Zonen trifft man teilweise noch den typischen Hartholz-Auwald mit Stieleichen und Ulmen an. Besonders unter Schutz steht hier die seltene Wild-Rebe.
Die Wanderung über eine Gesamtstrecke von 6,5 km dauerte etwa 3 Stunden, da viele Beobachtungsstopps eingelegt wurden. 4,5 km davon werden an Wasserflächen entlang führen. Jedes Jahr etwa um diese Zeit können Wanderer dort vorwiegend Enten und Gänsevögel auf dem Zug ins Visier ihrer Ferngläser nehmen.
|
|
Copyright © 2005-2010 Mareno.net & Paradiso Design - Alle Rechte vorbehalten
|